Billy Elliot - I Will Dance

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Billy Elliot - I Will Dance

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Tragikomödie

Nordengland, bei Durham, 1984: Hier lebt der elfjährige Billy mit Vater, Bruder und Großmutter in Eintracht zusammen, bis er seine Leidenschaft und sein Talent für das Tanzen entdeckt. Denn sein Vater hält gar nichts von der neuen Neigung seines Sohnes, die er für weibisch und unmännlich hält. Das emotional bewegende, hervorragend gespielte Regiedebüt von Stephen Daldry ist ein gelungenes Wechselspiel von Rührung und Komik, Poesie und Realismus. Es ist eine Männerwelt, die Welt der Bergarbeiter. Sie streiken, liegen im Clinch mit der Thatcher-Regierung, die die Macht der Gewerkschaften ein für alle Mal brechen will. Hier lebt der elfjährige Billy mit seinem Vater Jackie , seinem Bruder Tony und der Großmutter . Die Mutter starb früh. Regelmäßig schickt der Vater Billy ins Boxtraining, obwohl die 50 Pence dafür eigentlich schon zu viel für die am Rand des Existenzminimums lebende Bergarbeiter-Familie sind. In der Halle, in der die Jungen boxen, trainiert Mrs. Wilkinson auch ihre Ballettschülerinnen. Billy fühlt sich angezogen von den rhythmischen, eleganten, disziplinierten Bewegungen - eigentlich soll er nur einen Schlüssel abgeben, doch das Tanzen fasziniert ihn. Mrs. Wilkinson erkennt sein Talent und lässt ihn in ihrer Gruppe mitmachen. Seinem Vater verheimlicht Billy seine neue Leidenschaft - offiziell geht er weiter zum Boxen. Bestärkt in seinem Wunsch, Tänzer zu werden, fühlt sich der Junge durch die Erinnerung an seine Mutter, die seine musische Neigung förderte, und die Großmutter, die - leicht verwirrt - immer von sich behauptet, auch sie wäre beinahe eine große Tänzerin geworden. Doch in der übersichtlichen Kommune, in der jeder jeden kennt, bleibt Billys "unmännliches" Treiben nicht ewig verborgen. Der Vater verbietet den Ballettunterricht: Tanzen ist nur etwas für Frauen und Schwule. Aber da ist ja auch noch Mrs. Wilkinson - und die ist Testosteron-geschwängerten Auftritten aufgebrachter Männer gegenüber resistent. Sie lässt sich nicht einschüchtern, ermutigt den Jungen, seinem Herzen zu folgen, und gibt ihm heimlich Privatstunden. Unterdessen spaltet ein Streik die Kommune in zwei Teile. Die Auseinandersetzungen zwischen den streikenden Gewerkschaftlern, Streikbrechern aus den eigenen Reihen und der Polizei werden immer erbitterter. Mrs. Wilkinson kämpft jedoch unbeirrt weiter um Billy und dessen Talent. So meldet sie ihn zum Vortanzen bei einer der renommiertesten Ballettschulen des Landes an, der Royal Ballet School in London. Unvermittelt sieht Billys Vater seinen Sohn tanzen und begreift, wie wichtig das Tanzen für diesen ist. Er weiß jetzt, dass er ihm eine Chance geben muss; auch eine Chance auf eine bessere Zukunft.
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Mit 80 Jahren um die Welt

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Ein Tag in Paris 1775 GESCHICHTE, D 2019
Der "Terra X"-Film "Ein Tag in Paris 1775" schildert den Alltag des jungen Perückenmachers Léonard Minet, der gegen das starre Klassendenken rebelliert und heimlich Damenfrisuren kreiert. Zur Zeit des Ancien Régime gilt es selbst in der Modestadt Paris für einen Friseur als unschicklich, einer Frau die Haare zu machen. Den talentierten Léonard Minet kümmert das nicht. Der Film erzählt, wie es ihm gelingt, Hoffriseur von Versailles zu werden. Die Dokumentation "Ein Tag in Paris 1775" entführt die Zuschauer in die Zeit von Ludwig XVI., dem letzten Vertreter der französischen Sonnenkönige. 14 Jahre vor der Revolution steckt Frankreich finanziell und politisch in der Krise. Während ein Großteil der Bevölkerung arm ist und unter der Willkür ihres Herrschers ebenso leidet wie unter seiner Verschwendungssucht, wird das Bürgertum von Paris zur treibenden Wirtschaftskraft. Die Seine-Metropole entwickelt sich wie keine zweite Stadt in Europa zum Mode-Hotspot. Nicht nur der Adel gibt sich der Prunksucht hin, sondern auch immer mehr Bürger eifern mit Modeschmuck und Second-Hand-Kleidung ihren modischen Vorbildern am Versailler Hof nach. Das Tragen einer Perücke ist das modische i-Tüpfelchen des gepflegten Kleidungsstils, aber vor allem das Erkennungszeichen für den sozialen Status eines Franzosen. Jeder Stand entwickelt seine eigene Form. 1775 aber ändert sich die Modewelt. Das Tragen des eigenen Haars wird zum Symbol der Aufklärung. Verfechter wie Diderot, Montesquieu oder Rousseau zeigen öffentlich ihr eigenes Haar als Zeichen für ihr unabhängiges Denken. Auch Léonard schwört auf den neuen Zeitgeist. Wie die meisten Pariser sehnt er sich nach individueller Freiheit und will den starren Strukturen der Ständegesellschaft entfliehen. Eigentlich soll er das Geschäft seiner Familie übernehmen, die seit Generationen dem Perückenmacher-Handwerk nachgeht. Doch die Geschäfte gehen immer schlechter, und Léonard träumt vom Beruf des Damenfriseurs. Ein Beruf, der gerade erst entsteht und noch nicht durch strenge Vorgaben einer Zunft reguliert ist. Um seine extravaganten Kreationen auszuprobieren, trifft er sich mit der jungen Schauspielerin Lucille, dem aufsteigenden Stern an der Comédie Française. Mit Lucille als Model hofft Léonard, die Aufmerksamkeit der Reichen und Schönen auf sich und seine Frisur-Ideen zu lenken. Als Léonard in die väterliche Werkstatt zurückkehrt, sieht er, wie sein Vater verhaftet wird. Eine unachtsame Bemerkung über den König wurde ihm zum Verhängnis. Ein ausgeklügeltes Spitzelsystem, das an moderne Überwachungsstaaten erinnert, soll jede Kritik am König im Keim ersticken. Damit gerät nicht nur das Leben seines Vaters in Gefahr, sondern auch seine eigene Zukunft. Doch der Zufall will es, dass Léonard am Hof von Versailles seine Künste beweisen darf. Aus der Perspektive der fiktiven Figur Léonard Minet wird ein Tag im Leben eines jungen Perückenmachers erzählt, der in schwierigen Zeiten sein Schicksal in die Hand nimmt und alles daransetzt, um seinen Traum wahr zu machen. Seine Biografie, die anhand von zeitgenössischen Quellen rekonstruiert wurde, basiert auf realer Alltagsgeschichte.
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Ein Tag im Mittelalter GESCHICHTE, D 2016
Der "Terra X"-Dreiteiler "Ein Tag in ..." ist eine ebenso ungewöhnliche wie spannende Zeitreise in den Alltag vergangener Epochen. Diese Folge führt ins mittelalterliche Frankfurt am Main. Das Leben von Kaisern und Königen ist umfassend erforscht und dokumentiert. Der Alltag von ganz normalen Menschen hingegen ist wenig bekannt, steckt aber voller Überraschungen und eröffnet einen neuen, verblüffenden Blick auf unsere Geschichte. Diese Folge der "Terra X"-Reihe "Ein Tag in ..." zeigt, wie es gewesen wäre, im mittelalterlichen Frankfurt am Main zu leben. Der Film erzählt einen Tag im Leben des Wundarztes Jakob Althaus im Jahr 1454. Er beginnt mit einem frühmorgendlichen Notfall und endet mit einem nächtlichen Kneipenbesuch. Jakobs Geschichte ist erfunden, und dennoch ist sie wahr, recherchiert und verdichtet aus historischen Biografien und spektakulären Erkenntnissen der Forschung. Während das Heilige Römische Reich Deutscher Nation als zersplittertes Sammelsurium souveräner Territorien politisch im Mittelalter steckt, schlägt in Frankfurt bereits der Puls der neuen Zeit. Der Tuchhandel und die Messe haben die Stadt zum "Kaufhaus der Deutschen" gemacht, in dem Waren und Wissen aus aller Welt gehandelt werden. Ein gewisser Johannes Gutenberg stellt die technische Revolution der Zeit, den Buchdruck mit beweglichen Lettern, auch in Frankfurt vor. Als bedeutender Steuerzahler ist die freie Reichsstadt nur dem Kaiser untertan. Die Könige lassen sich in Frankfurt am Main wählen und später, wie die Kaiser auch, krönen. Aber die Forscher haben auch herausgefunden, wie weit Frankfurt im Alltag von den Standards einer modernen Stadt entfernt ist. Das tägliche Leben folgt damals dem mittelalterlichen Weltbild einer unantastbaren göttlichen Ordnung der Dinge. Erlasse, berufsständische Regelwerke der Zünfte und Benimmbücher regeln pedantisch den Alltag. Von der Körperhygiene - Ärzte wie Jakob haben sich in jedem Fall aus Gründen der Höflichkeit die Hände zu waschen - bis zum Umgang mit der knöchelhoch stehenden Kloake auf den Straßen. Hat der angesammelte Unrat eine gewisse Höhe erreicht, wird einfach neues Pflaster verlegt. Auf Jakobs Weg zu seinen Patienten erlebt der Zuschauer die beengten Lebensbedingungen in der Stadt. Trickreich bauen die Frankfurter sogar Häuser auf Stelzen, um Wohnraum zu schaffen, ohne wichtige Wege zu verlieren - die ersten Fußgängerpassagen entstehen. Großfamilien samt Tieren und Handwerksgesellen leben auf engstem Raum, praktisch ohne Licht, denn die Fenster werden klein gehalten, damit die Wohnungen nicht auskühlen. Und trotzdem: Die Menschen frieren so sehr, dass das Nutzvieh im Erdgeschoss als tierische Fußbodenheizung dienen muss. Wegen der Dunkelheit sind Unfälle im Haushalt an der Tagesordnung - eine typische Verletzungsursache in der mittelalterlichen Stadt, wie Forscher der Universität von Odense in Dänemark entdeckt haben. Dort befindet sich die größte Sammlung mittelalterlicher Knochen in Europa. Die Funde zeigen aber auch: Die Wundärzte des Mittelalters operieren bereits komplizierte Verletzungen erstaunlich erfolgreich. Wundärzte wie Jakob, der wie die meisten seiner Kollegen seine Lehrjahre auf den Schlachtfeldern Europas verbracht hat, beherrschen sogar Eingriffe am offenen Schädel. Nicht nur das: Ein Forscherteam der Universität von Nottingham entdeckt in einem mittelalterlichen Rezeptbuch die Beschreibung für eine Salbe, die sich in ersten Tests als hochwirksam gegen heutige multiresistente Keime erweist. Es ist ein Alltag voller Widersprüche, den Jakob auf seinem Weg durch die Stadt erlebt: die herzhafte Beschimpfungskultur des Mittelalters, die hohe Gewaltbereitschaft der Bürger in Ermangelung einer Polizei und das bizarr anmutende Bestrafungssystem der "Schandmasken". Gleichzeitig verändert der technische Fortschritt das Leben der Menschen und ihr Denken. Die mechanische Uhr definiert das Zeitverständnis und die Arbeitsbeziehungen neu. Und das kalte Wetter, das die "Kleine Eiszeit" nach Deutschland bringt, setzt den Erfindungsreichtum in Gang: Daunendecken, Glasfenster und Dämmung der Wände schützen seitdem gegen Kälte und Krankheiten im Alltag.
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Ein Tag in Köln 1629 DOKUMENTATION, D 2019
Der Alltag der Hebamme Anna Stein steckt voller Herausforderungen. Wie es ihr in Köln im Jahr 1629 ergangen ist, erzählt diese Folge des "Terra X"-Dreiteilers "Ein Tag in ..." "Ein Tag in Köln 1629" führt in die damals freie Reichsstadt zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, in der die Hebamme Anna Stein arbeitet. Für ihre Frauen ist sie 24 Stunden im Einsatz. Der Film zeigt ihr Leben zwischen Glaube, Aberglaube und Wissenschaft. 1629 ist das Heilige Römische Reich Deutscher Nation ein Flickenteppich aus über 300 Territorien. Der Dreißigjährige Krieg verwandelt es in ein Schlachtfeld. Weite Landstriche werden verwüstet und entvölkert. Köln ist für alle Kriegsparteien ein wichtiger Handelspartner und bleibt deshalb von direkten Kampfhandlungen verschont. Dennoch schlägt der Krieg auch in Köln tiefe Wunden. Mangelernährung und Krankheiten sind an der Tagesordnung und treiben die Kindersterblichkeit in die Höhe. Die Hebammen, die sich um das Wohl von Müttern und Kindern kümmern, sind rund um die Uhr im Einsatz. Schon am Morgen ist Anna mit den Problemen der Zeit konfrontiert. Als Witwe lebt sie im Haushalt ihres Bruders. Die Verhältnisse sind beengt, und die Grippe ihrer Schwägerin kann damals den schnellen Tod bedeuten. Doch als Hebamme hat Anna ein beachtliches Wissen über Heilkräuter, und ihre Mixturen stehen in ihrer Wirksamkeit modernen Präparaten in nichts nach. Auch in der Chirurgie kennt sich Anna aus. Bei einer schwierigen Geburt führt sie sogar selbstständig kleinere Eingriffe durch. Die Wundärzte verstehen noch zu wenig von der weiblichen Anatomie und schrecken zudem davor zurück, eine gebärende Frau am Unterleib zu berühren. Anna vertraut aber nicht allein auf ihr Können, sondern setzt ebenso auf magische Praktiken. Der Aberglaube ist in der Bevölkerung tief verankert und bietet den Nährboden für den Glauben an Hexen und Dämonen. Beim Marktbesuch mit ihrer Lehrmagd Katarina wird schnell deutlich, welche Themen die Menschen umtreiben. Die dort ausgehängten Flugblätter - Vorläufer der modernen Zeitung - setzen vor allem auf Schrecken und Sensationen. Das sorgt auch schon in der frühen Neuzeit für Auflage, und die Schreiber überbieten sich mit kruden Geschichten über Wunderwesen und Hexen als Hilfstruppen des Teufels. Fake News, politische Propaganda und Meinungsmache sind keine Erfindungen der Moderne. Speziell die Berichte über Hexen sorgen für gute Verkaufszahlen und verhelfen dem Thema zur medialen Dauerpräsenz. Die Folgen werden Anna prompt vor Augen geführt, denn eine ihrer Kolleginnen soll noch am selben Tag auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Der Hexenwahn, dem in der frühen Neuzeit etwa 25 000 Menschen in Deutschland zum Opfer fallen, hat auch das bis dahin ruhige Köln erreicht. Und gerade Hebammen stehen unter dem Verdacht, mit dem Teufel im Bunde zu stehen. Anna und ihre Lehrmagd haben keine Zeit, sich Gedanken zu machen. Ein Notfall führt sie in das Haus eines Webers. Die Hebamme muss ihr gesamtes Können und viel Geschick aufbieten, um das Leben von Mutter und Kind zu retten. Sie ist sich bewusst, dass der kleinste Fehler zu einer Anklage gegen sie führen kann. Obwohl ihr die Geburt gelingt, gerät Anna in den Strudel des Hexenwahns. Die Frau, die das Leben der Schwächsten retten soll, muss plötzlich für ihr eigenes kämpfen. Eine Hebamme namens Anna Stein hat es nie gegeben, aber ihre Geschichte ist dennoch wahr - recherchiert und verdichtet aus historisch verbrieften Biografien und neuesten Erkenntnissen der Forschung.
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Superbauten ARCHITEKTUR Der Kölner Dom
Drei Milliarden Euro - so viel wurde umgerechnet für den Bau des Kölner Doms ausgegeben. Er ist damit das teuerste Bauwerk Deutschlands. Und das beliebteste ist er auch. Im 13. Jahrhundert begannen die Bauarbeiten an einem prunkvollen Gotteshaus, das den Schrein der Heiligen Drei Könige beherbergen sollte. Vom Baumeister ist nur der Name bekannt. Doch "Meister Gerhard" war ein Könner seines Fachs. Mit kaum mehr als einem Senkblei ausgerüstet, schaffte er es, ein Fundament zu legen, das über 144 Meter fast schnurgerade liegt und dessen Massivität das steinerne Gebirge des späteren Domes bis heute trägt. Doch er selbst erlebte nicht einmal die Vollendung des Chores. Unter mysteriösen Umständen stürzt Meister Gerhard 1271 vom Gerüst und stirbt. 300 Jahre bleibt der Dom eine Baustelle, dann werden die Arbeiten mangels Geldes vollends eingestellt. Erst im 19. Jahrhundert findet sich im Kunstsammler Sulpiz Boisserée ein Mann, der sein Leben wie Meister Gerhard dem Dom von Köln verschreibt. In akribischer Recherche stöbert er alte Baupläne auf und sorgt hartnäckig für die astronomischen Summen, die der Weiterbau kostet. Doch auch er wird den Dom nie fertig sehen. Boisserée stirbt 30 Jahre bevor der Dom am 15. Oktober 1880 endlich eingeweiht wird. Die Dokumentation erzählt mithilfe aufwendiger Computeranimationen die Geschichte eines steinernen Kolosses, der bis heute Rätsel aufgibt. Woher wussten die mittelalterlichen Baumeister, wie man bei Starkregen das Einstürzen eines so gigantischen Daches verhindern kann? Wer kam auf die Idee, den Dom unterirdisch genauso schwer zu bauen wie überirdisch und so seine Standfestigkeit zu sichern? Was hatte Johann Wolfgang von Goethe mit der Fertigstellung des Domes zu tun, und wer bezahlte das alles? 632 Jahre Bauzeit und eine Fülle persönlicher Dramen und historischer Geheimnisse - ein wahrer Superbau. Sebastian Koch präsentiert die Dokumentarreihe "Superbauten". Der Schauspieler, der sein Interesse für Geschichte und historische Persönlichkeiten schon oft erfolgreich unter Beweis gestellt hat, nimmt die Zuschauer mit in unterirdische Gänge, hinter Tapetentüren und in geheime Geschosse, die für Touristen verschlossen bleiben. Sebastian Koch erzählt die Geschichte der weltweit bekanntesten deutschen Bauwerke und ihrer Baumeister.
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Magisches Deutschland DOKUMENTATION, D 2015
Die Natur war unseren Ahnen heilig. Ihre Kulte vollzogen sie an besonderen Orten unter freiem Himmel. Spuren dieser vor- und frühgeschichtlichen Kulte sind in ganz Deutschland zu finden. Die heiligen Haine der Kelten und Germanen liegen inmitten dichter Wälder, auf hohen Felsen oder am Rand von Flüssen und Mooren. Oft wurden sie mit christlichen Gebäuden überbaut. Wissenschaftler sind diesen heiligen Plätzen mit modernster Technik auf der Spur. Zu allen Zeiten haben die Menschen höheren Wesen Opfer dargebracht, als Dank oder als Bitte. Man gab Geschenke und erwartete eine Gegenleistung. Je größer die Bitte oder der Dank, desto größer auch das Opfer. Bei seiner Reise durch Deutschland findet der Schleswiger Archäologe Dr. Timo Ibsen selbst Spuren von Menschenopfern und Kannibalismus. Viele der uralten, heiligen Stätten werden auch heute wieder als "Kraftorte" aufgesucht: von den Opfermooren Norddeutschlands zu den Felsturm-Heiligtümern des Altmühltals, von den Kannibalenhöhlen des Kyffhäusergebirges bis zu den heiligen Quellen der Kelten und Römer in der Pfalz und den Vogesen. Es ist eine Reise durch die Jahrtausende, von der Steinzeit bis zum Beginn der Christianisierung. Eine Reise zu unseren Ursprüngen, mit denen sich heute immer mehr Menschen beschäftigen.
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Die Odyssee der einsamen Wölfe TIERE (Folge: 1), D 2017
Es ist die erstaunliche Geschichte von drei Wanderwölfen. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten lassen sich ihre Wege quer durch Europa exakt nachvollziehen und miterleben. 100 Jahre lang war der Wolf in Mitteleuropa ausgerottet. Die Menschen sehen seine Rückkehr mit gemischten Gefühlen. Überall dringt der Wolf in die Zivilisation ein und markiert damit eine der spektakulärsten Entwicklungen im europäischen Naturraum. Der Zweiteiler "Die Odyssee der einsamen Wölfe" betrachtet das aktuelle Thema der Rückkehr eines Raubtiers aus der Perspektive der europäischen Wolfsforschung. Bis heute ist es für die Wissenschaft ein Rätsel, warum einzelne junge Wölfe auf der Suche nach einem neuen Territorium unglaubliche Distanzen von mehr als 1000 Kilometern zurücklegen. Die Geschichte dreier solcher Wanderwölfe bringt Licht in ihren spannenden Alltag: Sie ziehen quer durch Europa, überwinden reißende Flüsse, klettern Felswände empor, queren frostklirrende Bergmassive. Sie bewältigen Barrieren der Zivilisation, Autobahnen, Grenzsicherungen und Großstädte. Unverzichtbar für das Projekt: Die drei Helden tragen Sender. Wissenschaftler entwickelten so detailreiche GPS-Karten. Es sind Dokumente, die die Routen der Wölfe exakt nachvollziehen lassen und beweisen, dass es einzelnen Tieren auf diese Weise gelingt, in den versprengten Wolfspopulationen Europas für genetische Vielfalt zu sorgen. Im ersten Teil läuft der italienische Wanderwolf Ligabue 2004 von Parma aus durch den Apennin, gelangt bis hoch hinauf zum Monte Ebro und stößt schließlich in den französischen Meeralpen auf Artgenossen. Doch was ein Happy End zu sein scheint, entpuppt sich als tödliche Falle. Die italienische Wolfsforscherin Francesca Marucco vollzieht die Wanderung von Ligabue heute noch einmal nach und erklärt die besonderen Herausforderungen. Alan, der zweite Wanderwolf, bricht 2009 in der Lausitz an der deutsch-polnischen Grenze auf. Die deutsche Wolfsbiologin Ilka Reinhardt folgt seiner Wanderung Richtung Nordosten. Auch Wanderwolf Alan quert mehrspurige Autobahnen und durchschwimmt die 400 Meter breite Weichsel bei Danzig. Wird es ihm gelingen, nach 1500 Kilometern in Weißrussland ein eigenes Rudel zu gründen? Erstmals kann der Zuschauer dabei sein, wenn die Wölfe durch Europa ziehen. Möglich macht dies der international anerkannte Wolfstrainer Zoltan Horkai. Mithilfe seiner Wölfe werden selbst die spektakulärsten Wolfsaktionen hautnah in besten Bildern erlebbar. Der "Terra X"-Zweiteiler schlägt die Brücke zwischen aktueller Wissenschaft und Mythos. In atemberaubenden Naturaufnahmen werden Europas wichtigste Wolfsreviere dargestellt. Aufwendige und zum Teil computergenerierte Reenactments öffnen den Blick für die zahlreichen Geschichten und historischen Begegnungen mit dem Wolf.
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Die Odyssee der einsamen Wölfe TIERE (Folge: 2), D 2017
Die erstaunliche Geschichte von drei Wanderwölfen findet ihre Fortsetzung mit der Geschichte des deutschen Wanderwolfs Alan. Er war 2010 von der Lausitz aus Richtung Osten gestartet. Über Wochen und über Hunderte Kilometer hält er Kurs. Der 400 Meter breite Weichselstrom bei Danzig ist für ihn kein Hindernis. Im Biebrza-Nationalpark legt er eine ungewöhnlich lange Ruhepause ein. Möglicherweise kuriert er eine Verletzung aus. Das ist zumindest die Vermutung der deutschen Wolfsexpertin Ilka Reinhardt, die die Route von Alan zusammen mit ihrem Hund Jacques noch einmal nachvollzieht. Ihre Reise endet schließlich im Grenzdreieck Polen-Litauen-Weißrussland. Dort sind Alans GPS-Signale verstummt. Der slowenische Wanderwolf Slavko ist einer jener Glücksfälle, wie sie in zig Jahren kaum einmal passieren. Vom slowenischen Karst bei Triest macht er sich auf Richtung Norden, taucht am Flughafen von Ljubljana auf, erlebt bei Klagenfurt den Schock eines Silvester-Feuerwerks, steigt hoch in die Alpen und erreicht schließlich den Nationalpark Lessinia bei Verona. Hier endlich begegnet er einer Gefährtin. Und so unglaublich es klingen mag: Diese Gefährtin, Giulia, ist - genetisch gesichert - selbst eine Wanderwölfin, kommt aus den französischen Meeralpen. Und als wäre das nicht schon genug: Eine Foto-Video-Falle lichtet das Paar ab und zeigt es, umgeben von Welpen. Hubert Potocnik kennt das Schicksal von Slavko bis in alle Einzelheiten. 2011 hatte er den jungen Rüden besendert. Jetzt begibt er sich für den Film noch einmal auf die Spuren des Wanderwolfs und führt den Zuschauer zu markanten Orten seiner Reise. Erstmals können die Zuschauer dabei sein, wenn die Wölfe durch Europa ziehen. Möglich macht dies der international anerkannte Wolfstrainer Zoltan Horkai. Mithilfe seiner Wölfe werden selbst die spektakulärsten Wolfsaktionen hautnah in besten Bildern erlebbar. Der "Terra X"-Zweiteiler schlägt die Brücke zwischen aktueller Wissenschaft und Mythos. In atemberaubenden Naturaufnahmen werden Europas wichtigste Wolfsreviere dargestellt. Aufwendige und zum Teil computergenerierte Reenactments öffnen den Blick für die zahlreichen Geschichten und historischen Begegnungen mit dem Wolf.
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Der erste Freund des Menschen DOKUMENTATION, D 2019
Die Freundschaft zwischen Mensch und Hund ist legendär. In atemberaubenden Bildern zeigt "Terra X", was Wissenschaftler über die Beziehung der ungleichen Partner herausgefunden haben. Wann wurde der erste Wolf gezähmt? Warum blieb das mächtige Raubtier beim Menschen? Wie beeinflusste der Hund die Entwicklung des Menschen? Neueste Ergebnisse der Paläogenetik, Verhaltensforschung und Zoologie geben erstaunliche Antworten auf diese Fragen. Dass der Hund das erste Haustier des Menschen war, hatten Wissenschaftler schon lange vermutet, aber das Team von Prof. Burger war dann doch sehr erstaunt, dass Menschen und Wölfe offenbar viel früher zusammenlebten als bisher angenommen. "Unsere Daten haben ergeben, dass der Zeitraum, der am wahrscheinlichsten für die Domestikation ist, zwischen 20 000 und 40 000 Jahren lag", fasst Burger die Ergebnisse seines Teams zusammen. "Das ist geradezu ein unwahrscheinliches Ergebnis! Es ist ja relativ einfach, ein Tier zu domestizieren, wenn man es an das Haus binden kann. Aber diesen Vorteil hatten die Jäger und Sammler nicht. Sie lebten in hoch mobilen Gruppen, die ihren Beutetieren hinterherziehen mussten. Unter diesen Umständen die Konstanz für eine Domestizierung aufzubringen und Züchtung zu betreiben, das ist eine besonders große Leistung." Eine Leistung, die offenbar nicht nur zu gravierenden Veränderungen im Leben des Hundes führte, sondern auch den Menschen veränderte. Prof. Kurt Kotrschall vom Wolfsforschungszentrum Ernstbrunn in Österreich ist sich sicher: "Man kann durchaus sagen, dass Hunde während des Sesshaftwerdens des Menschen eine große Rolle gespielt haben. Zu dieser Zeit wurden auch Schaf, Rind und Ziege domestiziert. Die Leute begannen, halbnomadisch mit diesen Tieren zu leben, was ja wirtschaftlich sehr erfolgreich war, und das wäre ohne den Hund nicht gegangen. Damals gab es überall, wo Vieh gehalten wurde - also im Fruchtbaren Halbmond, im Nahen Osten, bis in die zentralasiatischen Steppen - viele Wölfe. Das heißt, es wäre völlig undenkbar gewesen, dass Menschen ohne die Hilfe des Hundes Schaf und Rind domestiziert hätten. So gesehen, haben Hunde einen riesigen Beitrag für die folgenden Kulturentwicklungen geleistet. Heute unterstützt der Hund den Menschen noch immer als Hütehund, übernimmt aber auch immer höher spezialisierte Aufgaben als Spür-, Jagd-, Minen-, Schlitten- und sogar als Therapiehund. Die meisten der freundlichen Vierbeiner werden allerdings gezüchtet, um Teil einer menschlichen Familie zu werden. Längst haben sie ihre Kommunikation auf den Menschen umgestellt. Kein anderes Tier versteht die Mimik und Gestik des Menschen so gut wie der Hund. Sogar das Bellen sehen die Forscher als Antwort auf den "redseligen" Partner Mensch an.
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Supertalent Mensch II WISSENSCHAFT Die Grenzgänger, D 2015
Der menschliche Körper ist zu verblüffenden Leistungen fähig. "Terra X" zeigt ungewöhnliche Menschen, die ans Limit gehen, und fragt, ob solche Talente in jedem von uns schlummern. Sie fliegen wie Vögel durch die Lüfte, surfen auf 20 Meter hohen Wellen, werden steinalt oder vertragen Strom. Es scheint fast so, als mobilisierten Supertalente schier unerklärliche Kräfte. Doch hinter jeder Leistung steckt eine wissenschaftliche Erklärung. Wenn Halvor Angvik die Berge hochsteigt, hat er kaum einen Blick für die Aussicht. Denn er will eigentlich nur hinunterspringen. Halvor Angvik ist Wingsuit-Jumper. In einer Art Fledermaus-Anzug gleitet er durch die Lüfte und wird dabei 200 Stundenkilometer schnell. Ein kleiner Fehler könnte ihn das Leben kosten. Nicht weniger wagemutig ist der Nürnberger Sebastian Steudtner. Vor 20 Meter hohen Brechern kennt er keine Angst. Steudtner ist Big-Wave-Surfer und reitet Wellen, die sich zu Wassermonstern auftürmen. Er ist der einzige Deutsche, der es in die Weltelite geschafft hat. Zwei Mal gewann er schon den Surf-Oscar für die höchste Welle des Jahres. Doch um Preise geht es ihm nicht. Sein Ziel ist, die größte Welle der Welt zu reiten. Etwas ruhiger gehen es die Bewohner einer Bergregion auf Sardinien an. Trotzdem brechen sie sämtliche Rekorde: Das sardische Bergvolk wird steinalt. 100-Jährige sind in der Provinz Nuoro keine Seltenheit. Doch warum überschreiten sie alle Altersgrenzen? Wissenschaftler suchen seit Jahren nach dem Geheimnis des langen Lebens auf Sardinien und kommen ihm Schritt für Schritt auf die Spur. Was andere tötet, macht Biba Struja nichts aus. Der Serbe ist immun gegen Strom. Seit 30 Jahren experimentiert er mit bloßen Händen mit der tödlichen Gefahr und hat bis heute keine einzige Verletzung erlitten. Doch wie macht er das? Ein Trick oder eine seltene Begabung?
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Supertalent Mensch II WISSENSCHAFT Die Superhirne, D 2015
Das menschliche Gehirn kann verblüffende Anforderungen meistern. "Terra X" zeigt Menschen, die geistige Höchstleistungen bringen, und fragt, ob solche Talente in jedem schlummern. Sie sprechen weit über 20 Sprachen, lösen Zauberwürfel innerhalb von Sekunden, spielen Blindschach oder können nach einem Unfall plötzlich perfekt Klavier spielen. Die Supertalente zeigen, dass unser Gehirn zu viel mehr fähig ist, als wir heute erahnen. Die Zwillinge Michael und Matthew Youlden sind echte Multisprachler. Beide beherrschen mehr als 20 Sprachen, die meisten davon fließend. Darunter auch seltene Sprachen wie Kornisch, Katalanisch oder Papiamentu. Und lernen sie in atemberaubender Zeit. Sieben Tage brauchen sie, um in einer neuen Sprache im Alltag durchzukommen. "Terra X" schickt die Zwillinge auf Sprachreise und zeigt, wie jeder ganz einfach eine neue Sprache lernen kann. Sebastian und Philipp Weyer sind auch Zwillinge und halten gleich mehrere Rekorde. Ihre Spezialität ist der legendäre Zauberwürfel. Die Zwillinge brauchen kaum mehr als sechs Sekunden, um die bunten Farben des Rubik's Cube richtig zu ordnen. Doch welche Leistung steckt dahinter? Sind sie einfach nur Mathegenies oder ist es ein anderes Talent, das sie zu wahren Meistern in dieser Disziplin macht? Elisabeth Sulsers Leben ist ebenfalls sehr bunt. Wenn sie Töne hört, sieht sie Farben. Ein G ist blau, das C rot, ein D ist gelb. Gleichzeitig kann sie die Musik schmecken - salzig, sauer, süß und bitter. Die Schweizerin ist eine sogenannte Synästhetin und weltweit ein ganz besonderer Fall. Sie ist die einzig bekannte Person mit diesen Formen der Doppelwahrnehmung. Der Pianist Derek Amato sieht auch, was andere nicht wahrnehmen. Permanent kreisen in seinem Kopf schwarze und weiße Kästchen voll von verschiedenen Tönen und Instrumenten. Sie sagen ihm, was er auf dem Klavier spielen soll. Dabei hatte der Amerikaner mit Musik nie viel am Hut. Erst nach einem Unfall mit einer schweren Gehirnerschütterung konnte er plötzlich perfekt Klavier spielen. Vincent Keymer und Marc Lang sind Schachexperten der besonderen Sorte. Vincent Keymer ist erst elf Jahre alt, spielt aber schon Schach wie die Großen. Im Alter von fünf Jahren fegt er seine Eltern vom Brett, mit neun Jahren schlägt er zum ersten Mal einen ukrainischen Großmeister und mit zehn wird er mit der deutschen Jugendnationalmannschaft Europameister. Marc Lang hat gegen Vincent keine Chance, obwohl er 35 Jahre mehr Schacherfahrung auf dem Buckel hat. Führend ist er aber in einer ganz besonderen Form des Spiels: Blindsimultanschach. Das heißt: Er muss das Spielbrett gar nicht sehen, um den Gegner schachmatt zu setzen. Er spielt aus dem Gedächtnis heraus und am liebsten gegen mehrere Spieler.
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No More Boys and Girls GESELLSCHAFT UND SOZIALES (Folge: 1), D 2018
In einem Sozialexperiment zeigt Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes, wie konservativ und klassisch selbst bei heute Siebenjährigen die Rollenbilder von Frau und Mann sind und woher das kommt. Sie überprüft, wie das Verhalten von Eltern und Lehrern, aber auch Spielzeug und Kleidung dazu beitragen, diese Vorstellungen zu zementieren. Sie zeigt, wie echte Gleichberechtigung aussehen kann, wenn Jungen und Mädchen die gleichen Möglichkeiten haben. Fest steht, dass die Körper von Jungen und Mädchen rein biologisch bis zur Pubertät einem gleichen Wachstum folgen, sie also gleich stark und gleich belastungsfähig sind. Auch neurologische Untersuchungen belegen, dass es keinen signifikanten Unterschied zwischen dem männlichen und dem weiblichen Gehirn gibt. Tatsache ist aber auch, dass unser Gehirn dynamisch lernt und von äußeren Reizen beeinflusst wird. Das legt die Vermutung nahe, dass sie auch für die Differenzierung von Geschlechterrollen und deren Bewertung verantwortlich sind. Collien Ulmen-Fernandes wird bei ihren Beobachtungen begleitet von renommierten Wissenschaftlern, wie Genderforscherin Stevie Meriel Schmiedel, Gehirnforscher Dr. Gerald Hüther, Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Petra Focks und Schulsport-Experte Dr. Sebastian Ruin.
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No More Boys and Girls GESELLSCHAFT UND SOZIALES (Folge: 2), D 2018
In einem Sozialexperiment zeigt Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes, wie konservativ und klassisch selbst bei heute Siebenjährigen die Rollenbilder von Frau und Mann sind und woher das kommt. Sie überprüft, wie das Verhalten von Eltern und Lehrern, aber auch Spielzeug und Kleidung dazu beitragen, diese Vorstellungen zu zementieren. Sie weist auf, wie echte Gleichberechtigung aussehen kann, wenn Jungen und Mädchen die gleichen Möglichkeiten haben. Ziel des Sozialexperiments ist es, innerhalb der Lebenswelt der Kinder aufzuzeigen, dass die Unterscheidung zwischen Junge oder Mädchen zum größten Teil von der Gesellschaft beeinflusst und nicht ausschließlich biologisch ist. Zudem will es zeigen, dass echte Gleichberechtigung möglich ist, wenn wir Kindern von Beginn an vermitteln, dass wir alle mit unseren Fähigkeiten denselben Wert haben und dieselben Möglichkeiten einfordern dürfen und nicht zur Erfüllung eines Rollenklischees gezwungen sind. Collien Ulmen-Fernandes wird bei ihren Beobachtungen begleitet von renommierten Wissenschaftlern, wie Genderforscherin Stevie Meriel Schmiedel, Gehirnforscher Dr. Gerald Hüther, Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Petra Focks und Schulsport-Experte Dr. Sebastian Ruin.
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Generation Helikopter-Eltern? FAMILIE UND ERZIEHUNG (Folge: 1), D 2019
Helikopter-Eltern wird nachgesagt, dass sie ihr Kind umschwirren wie ein Hubschrauber und es von Schwierigkeiten fernhalten. Doch Kinder brauchen Herausforderungen, an denen sie wachsen. Wo aber liegt der Grat zwischen liebevoller Fürsorge und beengender Bevormundung? Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes zeigt in spielerischen Aktionen und wissenschaftlichen Experimenten, wie sich das Verhalten von Kindern und Eltern aufeinander bezieht. Sie spricht mit Kindern und Eltern, aber auch mit Experten und Expertinnen, unter anderen mit der Kinder- und Jugendtherapeutin Prof. Silvia Schneider, der Kinderärztin Dr. med. Karella Easwaran, dem ehemaligen Gymnasiallehrer und langjährigen Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, und dem Gehirnforscher Dr. Ralph Dawirs.
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Generation Helikopter-Eltern? FAMILIE UND ERZIEHUNG (Folge: 2), D 2019
Helikopter-Eltern wird nachgesagt, dass sie ihr Kind umschwirren wie ein Hubschrauber und es von Schwierigkeiten fernhalten. Doch Kinder brauchen Herausforderungen, an denen sie wachsen. Wo liegt aber der Grat zwischen liebevoller Fürsorge und beengender Bevormundung? Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes zeigt in spielerischen Aktionen und wissenschaftlichen Experimenten, wie sich das Verhalten von Kindern und Eltern aufeinander bezieht. Sie spricht mit Kindern und Eltern, aber auch mit Experten und Expertinnen, unter anderen mit der Kinder- und Jugendtherapeutin Prof. Silvia Schneider, der Kinderärztin Dr. med. Karella Easwaran, dem ehemaligen Gymnasiallehrer und langjährigen Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, und dem Gehirnforscher Dr. Ralph Dawirs.
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Die glorreichen 10 DOKUMENTATION Die krassesten Kindheiten der Geschichte, D 2018
"Die glorreichen 10" fragt in ungewöhnlichen Rankings nach den "beschwerlichsten Berufen", den "krassesten Kindheiten" und den "kämpferischsten Comebacks". Die Reihe kürt die "gruseligsten Geschichten", "die hipsten Haare" und "die dreistesten Fake News der Geschichte". Hannes Jaenicke kommentiert dies völlig willkürliche Ranking - bewusst subjektiv und ohne Anspruch auf Repräsentativität. Tutanchamun, Jeanne d'Arc und Heinrich IV. teilen ein Schicksal: Sie hatten eine Kindheit, um die man sie nicht beneidet. Bereits mit sechs Jahren wird Heinrich nach dem Tod seines Vaters einer der mächtigsten "Männer" Europas. Seine Mutter Agnes führt für ihn die Regierungsgeschäfte. 1062 lässt der Erzbischof von Köln den Kindkönig entführen. Eine Aktion, bei der Heinrich beinahe ums Leben gekommen wäre. Andere Kinder hatten es vielleicht noch schlimmer. Kastraten wurden auf den großen Bühnen für ihre göttlichen Stimmen gefeiert und zahlten dafür einen hohen Preis. Das Wachstum ihrer Stimmbänder ließ sich nur mit einer drastischen Maßnahme aufhalten: einem kurzen, aber folgenschweren Eingriff im Kindesalter, der die Entwicklung zum Mann unterband. Nur etwa die Hälfte aller Jungen überlebte die Operation, und eine große Karriere war nur wenigen von ihnen vergönnt. "Die glorreichen 10 - Die krassesten Kindheiten der Geschichte" wirft einen ungewöhnlichen Blick auf zehn außergewöhnliche Kindheiten. Für die Dokumentationsreihe wurde keine Abstimmung durchgeführt. Die Redaktion hat eine subjektive Auswahl getroffen und sich bewusst, und ohne Anspruch auf Repräsentativität, für eine bestimmte Reihenfolge entschieden.
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Die glorreichen 10 INFOTAINMENT Die beschwerlichsten Berufe der Geschichte, D 2018
"Die glorreichen 10" fragt in ungewöhnlichen Rankings nach den "hipsten Haaren", den "krassesten Kindheiten" und den "kühnsten Aussteigern der Geschichte". Die Dokumentationsreihe "Die glorreichen 10" rollt in bekannter Weise spannende Aspekte der Geschichte neu auf. Hannes Jaenicke kommentiert das achtteilige Ranking süffisant, unterhaltsam und bewusst subjektiv. Schon immer gab es beschwerliche Berufe. Zeit, sich dem einen oder anderen mal zu widmen, denn einer muss den Job ja machen. Außenminister, Innenminister, Finanzminister - sie sind die Mächtigen, die unser Land lenken. Im alten Rom sah das noch ganz anders aus. Die Übersetzung des lateinischen Wortes Minister verrät es schon: Minister waren Diener. Der Aufstieg des Berufsstandes beginnt im Mittelalter. Aus den unfreien Handlangern werden adlige Gesandte. Darüber hinaus gab es auch damals schon klassische Berufe wie Feuerwehrmann oder Arzt. Chirurgen sind heute die Stars unter den Ärzten. Im Mittelalter sah das noch ganz anders aus. Da hießen Chirurgen noch Wundärzte. Sie waren keine Akademiker, sondern ausgebildete Handwerker, und die Zunft bestand überwiegend aus Heilern und sonstigen Scharlatanen. "Die glorreichen 10 - die beschwerlichsten Berufe der Geschichte" wirft einen ungewöhnlichen Blick auf zehn außergewöhnliche Berufe in einem völlig willkürlichen Ranking. Für die Dokumentationsreihe wurde keine Abstimmung durchgeführt. Die Redaktion hat eine subjektive Auswahl getroffen und sich bewusst, und ohne Anspruch auf Repräsentativität, für eine bestimmte Reihenfolge entschieden.
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Sketch History INFOTAINMENT Neues von gestern, D 2019
"Sketch History" zeigt erneut opulent und bildgewaltig die großen und kleinen Ereignisse der Weltgeschichte aus völlig neuer Perspektive: satirisch, humorvoll und richtig schön absurd. Bei "Sketch History" ist die Weltgeschichte eine einzige Aneinanderreihung von peinlichen Missverständnissen, diplomatischen Fehlentscheidungen und grotesken Szenen sinnlosen Blutvergießens. Und somit Steilvorlage für diese preisgekrönte Sketch-Comedy. Max Giermann, Matthias Matschke, Valerie Niehaus, Isabell Polak, Judith Richter, Alexander Schubert, Paul Sedlmeir, Holger Stockhaus und Carsten Strauch bilden das hochkarätige Ensemble. "Sketch History" beweist, dass "Bares für Rares" schon im Mittelalter ein Erfolg war, zeigt, wie Kaiserin Sisi wirklich zur Legende wurde, und lässt mit Gaststar Karl Dall Original und Parodie aufeinandertreffen. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit der legendären Handwerkerfirma Kasallek und den liebreizenden Vorfahren von Klaus Kinski.
ZDFneo Show
Dinner Date DATESHOW Stefan M., D 2019
Ein Single und fünf Menü-Vorschläge, hinter denen sich Blind Dates verbergen. Der Single darf drei Menüs auswählen - und damit stehen die Dates fest. Nach den Treffen entscheidet der Single, ob bei einem der Dates mehr als nur der kulinarische Funke übergesprungen ist. Flattern Schmetterlinge im Bauch, winkt ein zweites Date - diesmal ein romantisches Candle-Light-Dinner im Restaurant.
ZDFneo Doku
Mit 80 Jahren um die Welt MENSCHEN, D 2018
Es ist nie zu spät, Träume wahr werden zu lassen und ein großes Abenteuer zu wagen: Unter dem Titel "Mit 80 Jahren um die Welt" unternehmen sechs ältere Menschen die Reise ihres Lebens. Sie entdecken ferne Länder und besuchen fremde Kulturen. In jeder Folge erfüllt sich außerdem für je einen von ihnen ein persönlicher Lebenstraum. Moderator Steven Gätjen begleitet die ungewöhnliche Reisegruppe auf ihrem emotionalen Erlebnistrip rund um den Globus. Die sechste und letzte Folge der Reihe beginnt mit einer traurigen Nachricht für die Senioren. Einer der Teilnehmer ist überraschend an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Daraufhin wird beschlossen, von Vietnam nach Deutschland zurückzufliegen und die Reise abzubrechen. Nachdem jedoch einige Wochen vergangen sind, herrscht unter den Beteiligten und den Angehörigen des Verstorbenen Einigkeit, dass diese ungewöhnliche und ereignisreiche Reise fortgesetzt werden soll - auch in Gedenken an den verstorbenen Teilnehmer. Somit kann dem 81-jährigen Norbert, der bisher als Einziger noch nicht im Mittelpunkt stand, auch noch sein Wunsch erfüllt werden. Für den geborenen Berliner wäre es das Größte, einmal mit einem Profi-Bowlingspieler auf einer Bahn zu spielen. Trotz ihres Alters haben die Reiseteilnehmer bislang noch nicht viel von der Welt gesehen. Überraschend und ungewohnt sind die exotischen Plätze, die sie bei dieser besonderen Reise erwarten. Herzerwärmend und herzerfrischend werden unbekannte Situationen gemeistert. Aber auch die persönlichen Lebensgeschichten, der unterschiedliche Umgang mit den Höhen und Tiefen des Älterwerdens und das Miteinander in der Gruppe sind wichtige Aspekte auf dieser aufregenden Reise.
ZDFneo Film
Billy Elliot - I Will Dance TRAGIKOMÖDIE, GB 2000
Nordengland, bei Durham, 1984: Hier lebt der elfjährige Billy mit Vater, Bruder und Großmutter in Eintracht zusammen, bis er seine Leidenschaft und sein Talent für das Tanzen entdeckt. Denn sein Vater hält gar nichts von der neuen Neigung seines Sohnes, die er für weibisch und unmännlich hält. Das emotional bewegende, hervorragend gespielte Regiedebüt von Stephen Daldry ist ein gelungenes Wechselspiel von Rührung und Komik, Poesie und Realismus. Es ist eine Männerwelt, die Welt der Bergarbeiter. Sie streiken, liegen im Clinch mit der Thatcher-Regierung, die die Macht der Gewerkschaften ein für alle Mal brechen will. Hier lebt der elfjährige Billy mit seinem Vater Jackie , seinem Bruder Tony und der Großmutter . Die Mutter starb früh. Regelmäßig schickt der Vater Billy ins Boxtraining, obwohl die 50 Pence dafür eigentlich schon zu viel für die am Rand des Existenzminimums lebende Bergarbeiter-Familie sind. In der Halle, in der die Jungen boxen, trainiert Mrs. Wilkinson auch ihre Ballettschülerinnen. Billy fühlt sich angezogen von den rhythmischen, eleganten, disziplinierten Bewegungen - eigentlich soll er nur einen Schlüssel abgeben, doch das Tanzen fasziniert ihn. Mrs. Wilkinson erkennt sein Talent und lässt ihn in ihrer Gruppe mitmachen. Seinem Vater verheimlicht Billy seine neue Leidenschaft - offiziell geht er weiter zum Boxen. Bestärkt in seinem Wunsch, Tänzer zu werden, fühlt sich der Junge durch die Erinnerung an seine Mutter, die seine musische Neigung förderte, und die Großmutter, die - leicht verwirrt - immer von sich behauptet, auch sie wäre beinahe eine große Tänzerin geworden. Doch in der übersichtlichen Kommune, in der jeder jeden kennt, bleibt Billys "unmännliches" Treiben nicht ewig verborgen. Der Vater verbietet den Ballettunterricht: Tanzen ist nur etwas für Frauen und Schwule. Aber da ist ja auch noch Mrs. Wilkinson - und die ist Testosteron-geschwängerten Auftritten aufgebrachter Männer gegenüber resistent. Sie lässt sich nicht einschüchtern, ermutigt den Jungen, seinem Herzen zu folgen, und gibt ihm heimlich Privatstunden. Unterdessen spaltet ein Streik die Kommune in zwei Teile. Die Auseinandersetzungen zwischen den streikenden Gewerkschaftlern, Streikbrechern aus den eigenen Reihen und der Polizei werden immer erbitterter. Mrs. Wilkinson kämpft jedoch unbeirrt weiter um Billy und dessen Talent. So meldet sie ihn zum Vortanzen bei einer der renommiertesten Ballettschulen des Landes an, der Royal Ballet School in London. Unvermittelt sieht Billys Vater seinen Sohn tanzen und begreift, wie wichtig das Tanzen für diesen ist. Er weiß jetzt, dass er ihm eine Chance geben muss; auch eine Chance auf eine bessere Zukunft.
ZDFneo Film
Zeit des Erwachens DRAMA, USA 1990
1969 nimmt der Arzt Dr. Sayer eine Stelle im New Yorker Bainbridge Hospital an. Dort stößt er auf eine Gruppe von Patienten, die teilnahmslos vor sich hin zu vegetieren scheinen. Sayer sucht nach einer Behandlungsmethode. Ein neues Medikament verhilft ihm zu einem sensationellen Erfolg. Doch es hat starke Nebenwirkungen. - Basierend auf einer wahren Begebenheit verfilmte Penny Marshall die bewegende Geschichte Sayers und seiner Patienten. Die New Yorker Bronx 1969, ein Viertel im Aufschwung. Nachdem er lange Jahre geforscht hat, bewirbt sich der Arzt Dr. Malcolm Sayer auf eine Stelle als praktischer Arzt am Bainbridge Hospital. Das Bainbridge Hospital ist ein Krankenhaus für chronisch kranke Menschen, von denen es viele nie wieder verlassen werden. Auch nicht die Gruppe von 15 Patienten, die - völlig teilnahmslos und katatonisch - dort verwahrt wird. Alle waren in ihrer Jugend in den 20er-Jahren an einer Gehirnhautentzündung erkrankt, die schwere Spätfolgen hatte. Die Symptome zeigten sich erst viele Jahre nach der Erkrankung. Die Betroffenen konnten plötzlich nichts mehr allein machen. Doch Malcolm kann nicht glauben, dass der Geist in den teilnahmslosen Körpern erloschen ist. Er sucht nach Methoden, die Patienten ins Leben zurückzuführen. Zu seinen Patienten gehört auch Leonard Lowe . Als Malcolm von einem Medikament namens L-Dopa hört, möchte er es für seine katatonischen Patienten anwenden. L-Dopa ist ein synthetisches Dopamin, das ursprünglich zur Behandlung von Folgen der Parkinson-Krankheit entwickelt wurde. Malcolm holt sich von Leonards alter Mutter die schriftliche Zustimmung, Leonard mit L-Dopa behandeln zu dürfen. Und ein Wunder geschieht: Leonard bewegt sich, spricht, kann allein essen, trinken und auf die Toilette gehen. Er kann wieder am Leben teilnehmen. Dr. Malcolm Sayer überredet Aufsichtsrat und Mäzene der Klinik, das teure Medikament auch den anderen 14 Erkrankten, Männern wie Frauen, geben zu können. Die "Zeit des Erwachens" beginnt. Doch sie hält nicht für immer an. L-Dopa hat starke Nebenwirkungen und kann die schwer erkrankten Menschen nur für kurze Zeit ins Leben zurückholen. Das bewegende Drama beruht auf einer wahren Geschichte.
ZDFneo Film
Eine verhängnisvolle Affäre DRAMA, USA 1987
Dan Gallagher hat alles, was man sich wünschen kann. Er ist beruflich erfolgreich und lebt mit Frau und Kind in einem schönen Haus. Doch eine Affäre bringt alles in Gefahr. Als seine Frau am Wochenende verreist, verbringt Dan eine Nacht mit der attraktiven Alex . Für Dan war es nur ein Abenteuer, doch Alex will mehr. Als ihre verzweifelten Liebesbekundungen unerhört bleiben, beginnt sie, Dan zu terrorisieren. Und schon bald artet ihre Besessenheit in Gewalt aus.
ZDFneo Film
Taxi Driver THRILLER, USA 1976
Taxifahrer Travis Bickle ist von der täglichen Flut von Schmutz und Niedrigkeit in New York abgestoßen und bereitet sich mit missionarischem Eifer auf seinen persönlichen Kreuzzug vor. Das beklemmende Psychogramm eines verzweifelten Einzelgängers im Großstadt-Dschungel wurde zum Kultfilm und bedeutete den großen Durchbruch für Schauspieler Robert De Niro und Regisseur Martin Scorsese. Der vom Krieg schwer traumatisierte Vietnam-Veteran Travis Bickle lebt in New York und verdient sein Geld als Taxifahrer. Nachts streift er durch die Straßen und verbringt seine Freizeit bevorzugt in Pornokinos. Allerdings wird er auch immer wieder mit den Schattenseiten der Großstadt konfrontiert: Zwangsprostitution, Drogen und Kriminalität bestimmen das nächtliche Stadtbild. Irgendwann kann Travis das Leid auf den Straßen nicht mehr ertragen und steigert sich in die krankhafte Vorstellung hinein, er müsse New York vom Abschaum befreien. Da gerade vom Präsidentschaftskandidaten Charles Palentine Wahlkampf mit dem Motto "We are the People" geführt wird, hält ihn Travis im Angesicht der Realität auf den Straßen für einen Lügner. Ein misslungenes Date mit Palentines Wahlkampfmanagerin Betsy vergrößert Travis' Abneigung gegenüber der Politik des Präsidentschaftskandidaten sogar noch. In den Augen des gewaltbereiten Taxifahrers ist Palentines Wahlkampf lediglich eine perfide Farce. Deshalb plant Travis einen Anschlag auf den Präsidentschaftskandidaten. Als Travis auch noch die minderjährige Prostituierte Iris kennenlernt, ist New York in seinen Augen endgültig verloren. Er besorgt sich mehrere Pistolen und begibt sich auf einen blutigen Feldzug gegen den Abschaum der Stadt. In New York sollen wieder Recht und Ordnung herrschen.
ZDFneo Film
Easy Rider ROADMOVIE, USA 1969
Der Kultfilm "Easy Rider" wird 50 Jahre alt. Kein anderer Film entsprach so sehr dem Zeitgeist der aufmüpfigen Jugend wie dieses erste Roadmovie mit dem Steppenwolf-Song "Born to Be Wild". Biker Wyatt und sein Freund Billy fahren auf ihren Harley-Davidson-Choppern von Kalifornien nach New Orleans, auf der Suche nach Amerika und der eigenen Identität. Doch ihr Traum von Freiheit wird für sie zum tödlichen Albtraum. Wyatt, alias Captain America , und sein Kumpel Billy schmuggeln Kokain aus Mexiko nach Kalifornien und sind durch das Drogengeld erst einmal unabhängig. Sie fahren auf ihren frisierten Harley-Davidson-Choppern von L.A. nach New Orleans zum Mardi Gras, dem dortigen Karneval. Unterwegs werden sie in einem Motel abgewiesen, aber von einer freundlichen Farmerfamilie bewirtet. Sie machen halt bei einer Hippie-Kommune in den Bergen, fahren übermütig einer Parade hinterher und werden dafür in Las Vegas ins Gefängnis gesteckt. Hier treffen sie den jungen Anwalt George Hanson aus gutem Hause, der in der Zelle seinen Rausch ausschläft. Er holt sie aus dem Gefängnis, und sie nehmen ihn mit auf ihren Roadtrip. Sie verstehen sich gut, rauchen Joints und erfreuen sich an der schönen Landschaft. In einem Örtchen in Louisiana wollen sie in einem Restaurant essen, flirten mit den Mädchen dort und werden von den aufgebrachten männlichen Einheimischen verjagt. So kampieren sie nachts im Freien, doch die Dorfbewohner überfallen sie und schlagen mit Baseballschlägern auf sie ein. George Hanson stirbt an den Verletzungen. Wyatt und Billy fahren am nächsten Tag zu einem von Hanson empfohlenen Bordell in New Orleans. Doch die Stimmung ist umgeschlagen, und als Wyatt dort ein düsteres I-Ging-Orakel erhält, verstärkt sich seine Todesahnung. Der gemeinsame LSD-Genuss mit zwei Prostituierten wird zu einem psychedelischen Trip. Am Tag darauf wird Billy auf der Landstraße aus einem vorbeifahrenden Pick-up heraus von zwei Rednecks bedroht, und er zeigt ihnen den hochgestreckten Mittelfinger. Daraufhin erschießen die Rednecks Billy. Entsetzt versucht Wyatt Hilfe zu holen, doch der Pick-up wendet, rast auf ihn zu, und auch auf ihn wird geschossen. Schließlich explodiert das getroffene Motorrad mit seinem Fahrer am Straßenrand. Bei den Dreharbeiten zu Roger Cormans "The Trip", an denen Peter Fonda und Dennis Hopper 1967 teilnahmen, entstand die Idee zu "Easy Rider". Beide hatten bereits vorher an Rockerfilmen mitgewirkt und nutzten diese Erfahrungen für ihr neues Projekt. Locker ließen sie sich von einer wahren Begebenheit inspirieren: In den Südstaaten waren in den 60er-Jahren zwei Motorradfahrer von Einheimischen ohne Grund umgebracht worden. Wenig Dialoge, kein festes Drehbuch, Improvisation, zeitgenössische Rockmusik , kein Bühnenbild, dafür die herrliche Landschaft, durch die Captain America und Billy auf ihren Harleys fahren - das war das Rezept des Roadmovies. Abends wurde entschieden, was am nächsten Tag gedreht wurde, und die Statisten für kleinere Rollen holte man sich direkt vor Ort. Die Songs von Steppenwolf "Born to Be Wild" und von den Byrds "Wasn't born to follow" waren Programm, und der Band Steppenwolf gelang mit dem Film ihr Durchbruch. In Preview Flash Cuts wurden in kurzen Szenen Handlungselemente vorweggenommen, Farb- und Formvariationen zeigten Wahrnehmungsveränderungen unter Drogen. "Ein Mann suchte Amerika, doch er konnte es nirgends finden ..." Dieser Satz steht auf dem Kinoplakat des Films und zeigt die Intention des Dreigespanns Fonda, Hopper und Nicholson: Die Weite des Landes, die Wyatt und Billy - wie dereinst Wyatt Earp und Billy the Kid - mit enormen Pferdestärken durchstreifen, vermittelt zwar ein Gefühl von Freiheit, doch die viel gepriesene amerikanische Freiheit ist längst zur Illusion geworden. Der Film löste beim größten Teil des Publikums Begeisterung aus und bewahrte auch die angeschlagene Motorradfirma Harley-Davidson vor dem Ruin. Er wurde zumeist als Verherrlichung der Hippiebewegung aufgefasst, obwohl er doch eher ihr Abgesang war. "Easy Rider" war am 8. Mai 1969 offizieller Beitrag der USA beim Filmfestival in Cannes und für die Goldene Palme nominiert. Die beliebte Trophäe konnte der Film nicht erringen, aber Dennis Hopper erhielt den Prix de la première oeuvre, den Preis als Bestes Erstlingswerk. Jack Nicholson verhalf "Easy Rider" zu seinem großen Durchbruch, während Peter Fondas Karriere danach eher im Sande verlief. Dennis Hopper konnte sich einen festen Platz unter den Film-Bösewichten schaffen. Als Hopper im Mai 2010 starb, wollte er in Taos in New Mexico beerdigt werden. An diesem Ort und in dessen Umgebung waren große Teile des Kultfilms "Easy Rider&
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Gätjens großes Kino KINOMAGAZIN, D 2019
Steven Gätjen präsentiert monatlich mit "Gätjens großes Kino" aktuelle Filmstarts - spannende Blicke hinter die Kulissen und exklusive Interviews mit den ganz großen Stars. Das Kinomagazin im ZDF beleuchtet ausgewählte Filme, die in den nächsten vier Wochen die Kinoleinwand erhellen. Steven Gätjen nimmt die Zuschauer mit hinter die Kulissen, zu den Machern und Stars und auf die roten Teppiche der großen Festivals. Steven Gätjen ist der Mann fürs Kino. Für die Liebe zum Film. Er kennt die Stars - und die Stars kennen ihn - vom roten Teppich der Oscars und von vielen internationalen und nationalen Filmpremieren. In jeder Ausgabe präsentiert der leidenschaftliche Film-Fan Gätjen den Zuschauern die Kinotipps für die jeweils nächsten vier Wochen und liefert spannende Hintergrundgeschichten. Dabei hat jede Sendung einen roten Faden, der das thematische Rückgrat bildet: Das kann der Filmstart des Monats sein oder der Star des Monats. Das Festival, der Award, das Filmset oder das Genre des Monats.
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Deutschland von oben - Ein Wintermärchen LANDSCHAFTSBILD, D 2016
"Deutschland von oben - Ein Wintermärchen" erzählt aus der privilegierten Perspektive der Vögel, wie die kalte Jahreszeit unsere Heimat schmückt und verwandelt. Sobald man Deutschland aus der Luft betrachtet, entfaltet es einen besonderen Zauber. Gerade im Winter, wenn die Weihnachtsbeleuchtung die Städte funkeln lässt und Landschaften sich im weißen Gewand festlich präsentieren. Die einzigartigen Luftbilder werden ergänzt durch aufwendige Zeitraffer und Animationen, die vermeintlich simple Fragen wie "Was ist eigentlich Schnee, und wie entsteht er?" erklären. Auf GPS-Daten basierende reale Bewegungen werden in Satellitenbilder integriert und zeigen die Wege von Pistenraupen oder Zugvögeln, die im Winter zu Gast in Deutschland sind. "Deutschland von oben - Ein Wintermärchen" nimmt die Zuschauer mit auf eine ganz besondere Reise und lässt sie erleben, wie anders das Land erscheint, sobald die Kälte es im Griff hat.
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