
FILMKRITIK Als Skandalrapper mit frauenfeindlichen und homophoben Texten machte Bushido in der Vergangenheit ebenso Schlagzeilen wie als Schlägertyp und Ex-Drogendealer. Dass sich der inzwischen zum Millionär avancierte Rap-Star in letzter Zeit bei öffentlichen Auftritten und Presseterminen geradezu höflich und handzahm gibt, mag zwar der Promotion seines ersten Kinofilms dienen, macht ihn aber auch nicht unbedingt sympathischer. Kaum verwunderlich ist indes, dass ein Selbstdarsteller wie Bushido seine Autobiographie verfilmen lässt; schließlich eignet sich die Geschichte vom Schulabbrecher aus der Unterschicht, der es nach einigen Fehltritten durch Ehrgeiz und starken Willen ganz nach oben geschafft hat, hervorragend für die große Leinwand. Warum sein Vorhaben aber von renommierten deutschen Produzenten und hochkarätigen Schauspielern unterstützt wird, bleibt rätselhaft.
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