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Jan

"Surrogates ": Konventionell-solide


FILMKRITIK
Ob "Gamer" mit Gerard Butler oder James Camerons ernorm erfolgreiches Kinoereignis "Avatar" – das Konzept des künstlichen zweiten Ichs hat derzeit Hochkonjunktur im Hollywoodkino. Mit "Surrogates" kommt nun eine weitere Variation dieses Themas in die heimischen Kinos, von der man sich aufgrund der Beteiligung von "Terminator 3"-Regisseur Jonathan Mostow und "Stirb langsam"-Star Bruce Willis ein wahres Actionfeuerwerk erwartet hätte. Überraschenderweise hält sich Mostow diesbezüglich aber weitgehend zurück und legt den Fokus eher auf die Krimielemente und die Frage des "Whodunnit" – eine grundsätzlich begrüßenswerte Entscheidung, zumal seine Inszenierung auch gesellschaftskritische Ambitionen erkennen lässt; schade nur, dass es letztlich bei den großen Ambitionen bleibt - denn im Endeffekt gelingt es "Surrogates" weder, seiner Handlung, noch seinen Figuren wirklich Tiefe und Komplexität zu verleihen, wohl auch aufgrund der kurzen Laufzeit von nur 88 Minuten, die wenig Raum für derartige Entwicklungen bietet. Was vielversprechend beginnt und das Potenzial zu einer ebenso faszinierenden wie verstörenden Zukunftsvision gehabt hätte, bleibt somit ein allzu konventionell und schematisch umgesetzter Cyberthriller, in dem auch der etwas zu unterkühlt agierende Bruce Willis selten zu überzeugen vermag. Insofern kann "Surrogates" die hochgesteckten Erwartungen nicht ganz erfüllen – für einen kurzweilig-spannenden Kinobesuch reicht es aber dennoch allemal.

Alle Infos zum Film

Bild: © Touchstone Pictures, Inc.

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