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"Der Weltuntergang" als UNIVERSUM-Doku


PACKENDE "2012" DOKU Die Welt hat ein Ablaufdatum: Der 21. Dezember 2012 ist der letzte aller Tage – zumindest im Kalender der Maya. Von einem Tag auf den anderen endet die Zeitrechnung dieses geheimnisvollen Volkes in Mittelamerika, das etwa zwischen 250 und 900 n. Chr. seine kulturelle Blütezeit erlebte. Viele Menschen interpretieren das Ende des Maya-Kalenders als tiefgreifende Zeitenwende – andere sehen darin sogar eine Prophezeiung für das Ende der Welt. Mit seinem neuen Blockbuster „2012“ greift Hollywood-Regisseur Roland Emmerich dieses Szenario auf und entwickelt daraus einen echten „Endzeit-Thriller“. Die „Universum“-Dokumentation „2012 – Die Maya und das Ende der Welt“ geht dagegen am Dienstag, dem 17. November 2009, um 20.15 Uhr in ORF 2 der Frage nach, was hinter der umstrittenen Prophezeiung steckt, und sucht wissenschaftliche Hinweise auf die Art und Ursache einer möglichen Apokalypse. 

Im hochentwickelten Kalender der Maya gibt es einen wichtigen Zyklus, der etwa 5.125 Jahre dauert. Diese „Lange Zeitrechnung“ spielt eine entscheidende Rolle in der Schöpfungsgeschichte der Maya: Mit jedem der insgesamt fünf Zyklen erschaffen ihre Götter eine neue Welt. Zuvor jedoch wird die alte ausgelöscht. Der aktuelle und letzte der fünf Zyklen endet nach dem Glauben der Maya am 21. Dezember 2012 unserer Zeitrechnung. Begonnen hat er im Jahre 3114 v. Chr., nachdem die vorherige – die vierte – Welt untergegangen war. Was geschah damals, vor mehr als 5.000 Jahren, tatsächlich? Gibt es eine konkrete Grundlage für die Maya-Mythen? Ließe sich daraus ableiten, was sich zur Wintersonnenwende 2012 ereignen wird? Zu den Hypothesen, die Adam Maloof unter die Lupe nimmt, gehört die Theorie der Polverschiebung. Diese geht von einer nach geologischen Maßstäben sehr raschen Wanderung des irdischen Nord- und Südpols aus – samt gravierenden Änderungen der Umweltbedingungen. Aber auch katastrophale Vulkanausbrüche, der Einschlag eines großen Meteoriten oder massive Überflutungen kommen für Maloof in Frage, wenn es um das „Ende der Welt“ geht, wie es die Schriften der Maya nahelegen. Alle diese Ereignisse lassen sich jedoch nicht zuverlässig vorhersagen – ebenso wenig, wie man sie ausschließen kann.

Nur ein einziges Phänomen wird zur Wintersonnenwende 2012 mit Sicherheit eintreten: Zu diesem Zeitpunkt steht die Sonne von der Erde aus gesehen genau vor dem Zentrum der Milchstraße, unserer Heimatgalaxis. Das geschieht nur alle rund 25.800 Jahre – ein Zeitraum, der der Dauer der fünf Zyklen im Maya-Kalender entspricht. Es scheint also, dass die Maya das seltene astronomische Ereignis kannten und sogar vorausberechnen konnten. Zudem hatte diese besondere Konstellation in der Maya-Mythologie eine derart herausragende Bedeutung, dass sie damit sogar das Ende ihrer Zeitrechnung verknüpften. Nach Ansicht von Astronomen wird die bevorstehende Himmelskonstellation jedoch keine unmittelbaren Einflüsse auf das Leben auf der Erde haben. Möglicherweise ist das „Ende der Welt“ im Maya-Kalender auch eher symbolisch zu sehen: als Zeitenwende der Menschheit, als eine Ära großer Veränderungen.

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