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Jun

"State of Play": Konventionell, aber spannend


FILMKRITIK
Es ist ein durchaus spannendes Sujet, dem sich Kevin McDonald nach "Der letzte König von Schottland" in seiner neuen Regiearbeit widmet: In einer Mischung aus Reporterdrama und Verschwörungsthriller streift "State of Play" sowohl die aktuelle Medienkrise, als auch die US-Außenpolitik der vergangenen Jahre und schmiedet daraus einen brisanten Filmplot, der in seiner Umsetzung bisweilen an den Krimi-Klassiker "Die Unbestechlichen" erinnert. Dass es sich dabei um die Kinoversion einer sechsteiligen TV-Serie handelt, merkt man dem Film allerdings mitunter an: So gelang es den Genre-erfahrenen Drehbuchschreibern - darunter auch "Michael Clayton"-Regisseur Tony Gilroy - zwar, die umfangreiche Story des BBC-Mehrteilers "Mord auf Seite eins" um gute drei Stunden zu reduzieren, ohne dabei die Essenz der Handlung aus den Augen zu verlieren - trotz ihrer Kompaktheit leidet die Kinofassung nun aber unter der Oberflächlichkeit ihrer Figurenzeichnung und wirkt stellenweise etwas gehetzt und konstruiert. Zugute halten muss man den Machern dagegen, dass es ihnen von Anfang an gelingt, eine düster-bedrohliche Paranoia-Atmosphäre aufzubauen, die den Spannungsbogen bis zum Ende aufrechterhält - und so vermag "State of Play", allen Mängeln und seiner konventionellen Machart zum Trotz, doch zwei Stunden lang gut zu unterhalten.

Inhalt, Trailer und Spielzeiten

Foto: Glen Wilson / © 2009 Universal Studios

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